BMO - Beitrag mit O-Ton

Das Kürzel BMO bedeutet Beitrag mit Originalton

Von einem BMO spricht man, wenn dieser folgende Kriterien erfüllt:
- ideale Länge eines fertigen BMOs: 1.30 Min bis max. 5.00 Min (je nach Sendeanstalt, ob öffentlich-rechtlich, privat oder Deutschlandfunk)

Wesentliche Elemente:
Der Autorentext ist das Gerüst des Themas. Hier gehören alle Informationen rein, die interessant sind und wichtig für die Verständlichkeit. Auch komplizierte Zusammenhänge sollten hier erklärt werden. Der Originalton (O-Ton) ist ein Interviewausschnitt und sollte max. ca. 25 Sek. lang sein. Weitere Elemente können sein Atmosphäre, Geräusche oder Musik.

Wie ist ein Beitrag aufgebaut?
Den O-Ton kann man mit einem wörtlichen Zitat im Zeitungsbericht vergleichen. Als O-Töne sollten daher die Kernsätze aus einem Interview gewählt werden:
- prägnant formulierte Meinungen
- klare Wiedergabe von Fakten
- eingängige Begründungen
- einprägsame Zusammenfassungen
- Originelles
Auswahlkriterium  ist die Aussagekraft des O-Tons. Der O-Ton ist authentisch und ist  besonders glaubwürdig und hebt die Aussage hervor und macht den Bericht lebendig. 2-Minuten-Monologe sind tödlich für den Beitrag. Gesprochener Text und O-Töne sollten sich die Waage halten, sowohl von der Anzahl, als auch von der Länge. Der Berichtstext wird vom Autor gesprochen sorgt für den roten Faden, den logischen Aufbau des Beitrags, transportiert die Information und bettet die O-Töne durch An- und Abtexten ein. Es wäre ungünstig etwas zu sagen, was im O-Ton ohnehin schon erzählt wird.  

Das Platzieren der O-Töne im Beitrag:

- O-Töne und Text sollten sich möglichst gleichmäßig abwechseln.
- Der O-Ton im Beitrag sollte sich auf mehrere Takes verteilen
- Der erste O-Ton im Beitrag sollte nicht zu lange auf sich warten lassen.
Manchmal eignet es sich sogar, mit einem O-Ton anzufangen. (packender Einstieg) muss dann aber anmoderiert werden
- Der einzelne O-Ton darf nicht zu lange sein  
O-Ton am Schluss (Zusammenfassung)

Bearbeiten der O-Töne:

Schwierigkeiten machen meistens der Mitschnitt bei Pressekonferenzen, da oft Schachtelsätze gemacht werden und beim rausschneiden einzelner Teile wird es schwierig, den sinnvollen Teil zu erwischen, wo die Stimme gesenkt wird. Lässt es sich nicht vermeiden sollte abmoderiert werden. Wiederholungen, Versprecher und Denkpausen sollten rausgeschnitten werden.

 Antexten und Abtexten der O-Töne:

Die O-Töne müssen verbunden werden, sie dürfen auf keinen Fall beziehungslos nebeneinander stehen. Die Grundanforderung ist man muss wissen, wer gleich spricht (voller Name, Funktion). In manchen Situationen ist es vielleicht angebracht zu sagen, warum gerade von dieser Person ein O-Ton zu hören ist. Beim Antexten nichts vorwegnehmen, was aus dem O-Ton ohnehin schon hervorgehen wird. Wer beim Antexten auf den Namen verzichtet, muss ihn auf jeden Fall nach dem O- Ton nennen. So kann auch etwas Neugierde geweckt werden. Das gezielte Planen der O-Töne erspart oft Probleme beim Texten. Man kann sich im Voraus überlegen, welche Informationen man in einem O-Ton bringen möchte.

 Texten

ist nach der Vorauswahl und dem Schnitt der O-Töne der nächste Arbeitsschritt. Es gilt so  zu schreiben, wie man spricht. Es hilft manchmal, sich vorzustellen, man erzähle den Inhalt des Beitrags einem Freund.  Ansonsten Fremdwörter und Fachjargon , sowie Füllwörter vermeiden und kurze Sätze bilden. Aussagen auf den Punkt bringen. Zahlen können lang und verwirrend sein. Zur Verständlichkeit sollten sie so einfach wie möglich gestaltet werden, ohne von der Wirklichkeit abzuweichen. Also aus 200.005 wird 200.000 und aus 4,9 % „nahezu 5 %“ gemacht.  

 Produktion

Der Beitrag (also sowohl O-Töne, als auch der gesprochene Text, die zusammengefügt werden) muss mindestens einmal komprimiert und normalisiert werden. Dadurch werden unterschiedliche Lautstärken angeglichen und der Dynamikbereich kompakter gemacht. Die Tonqualität wird dadurch verbessert. Die konstante Bitrate beträgt 192 kBit/s. Die Frequenz beträgt 44.1 kHz.. Am Ende muss der Beitrag im .mp3-Format vorliegen.